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Testament und letzter Wille eines Hundes

Ich besitze wenige Güter, die ich hinterlassen kann. Nichts Wertvolles ist mein Eigentum, außer meiner Liebe und meinem Glück. Ich bitte meine Besitzer, das sie mich immer im Gedächnis behalten, aber das sie nicht wegen mir leiden. In meinem Leben bemühte ich mich ihnen ein Trost in traurigen Momenten und Freude in ihrem Glück zu sein. Es tut mir weh ihnen mit meinem Tod Kummer zu bereiten.

Die Stunde des Abschieds ist gekommen und es fällt mir schwer sie zu verlassen, aber zu sterben wird nicht traurig sein, denn( im Gegensatz zum Menschen ) fürchtet der Hund nicht den  Tod.

Eine große Bitte noch; ich hörte oft von meinen Menschen wenn er stirbt, wollen wir keinen Hund mehr. " Wir lieben  ihn so sehr, das wir keinen anderen haben möchten".

Ich bitte meinen Menschen aus der Liebe zu mir, wieder einen Hund aufzunehmen. Es nicht zu tun, wäre eine traurige Erinnerung an mein Andenken. Ich möchte die Gewissheit haben, das sie - gerade weil ich  in ihrer Familie lebte - nun nicht mehr ohne Hund leben können.

Ich war nie eifersüchtig oder erbärmlich, spielte mit der schwarzen Katze, teilte in kalten Tagen den Teppich mit ihr und all die anderen Dinge aus Treue und Liebe.

Ich hinterlasse meinem Nachfolger mein Halsband und die Leine und Wünsche ihm, dass er - wie ich - das Glück in diesem Haus  genießt.

Das letzte Abschiedswort an meine Lieben;

" Wenn Ihr mein  Grab besucht, denkt

an mich voller Trauer, aber auch mit dem  Wissen, das hier ein Wesen ruht, das Euch liebte.

So tief mein  Schlaf auch sein mag, ich werde Euch hören und selbst die große Macht des Todes wird nicht verhindern können, dass meine Seele dankbar mit dem Schwanz wedelt.

Autor unbekannt

 

 

 

 

In Erinnerung an meinen Papa

 

AUF DEM WEG ZUM HIMMEL

Ein Mann und sein Hund gingen eine Straße entlang.

Der Mann genoß die Landschaft, als ihm plötzlich bewußt wurde, daß er ja bereits verstorben war. Er erinnerte sich seines Ablebens und daß der Hund, der da neben ihm ging, ebenfalls schon vor Jahren gestorben war. Unterdessen fragte er sich, wohin ihn die Straße wohl führen würde.

Nach einer Weile kamen die beiden zu einer hohen, weißen Steinwand, welche längs der einen Straßenseite verlief. Sie sah wie feinster Marmor aus. Auf der Spitze einer großen Anhöhe war ein Durchbruch in Form eines hohen Bogens auszumachen, der im Sonnenlicht glänzte.

Als er dort angekommen war, erblickte er ein wunderschönes Torgatter und der Weg, der zu dem Gatter führte, schien aus reinem Gold angelegt worden zu sein.

Der Mann und der Hund gingen auf das Gatter zu. Wie sie näher kamen, sahen sie auf der einen Torbogenseite einen weiteren Mann hinter einem Schreibtisch sitzen. Diesen sprach der Mann mit dem Hund an: "Entschuldigen Sie bitte, können Sie mir sagen, wo wir wohl sind?"

"Dieses ist der Himmel, wehrter Herr!", anwortete der dort Sitzende.

"Oh! Hätten Sie dann vielleicht etwas Wasser für uns?", fragte der Mann.

"Selbstverständlich, mein Herr!", kam zur Antwort. "Kommen Sie einfach herein und ich hole Ihnen sofort etwas kühles Wasser." Der Mann hinter dem Schreibtisch erhob sich und gestikulierte ein wenig, worauf sich das Gatter öffnete.

"Darf mein Freund auch hereinkommen?" fragte der Wanderer und zeigte auf seinen Hund.

"Es tut mir leid, mein Herr, aber Haustiere sind hier nicht erwünscht.", entgegnete es ihm.

Der Mann überlegte einen kurzen Moment. Dann wendete er sich ab und ging den goldschimmernden Weg wieder hinunter. So setzte er seine Reise fort, wie er sie begonnen hatte - mit seinem Hund.

Nach einem weiteren langen Marsch, kamen die beiden erneut zu einer Anhöhe. Der Weg, der zu ihr hinaufführte, war recht schmutzig und verlief durch ein einfaches Bauernhofgatter, welches anscheinend schon seit langer Zeit unbenutzt offen stand. Ansonsten gab es keinen weiteren Zaun. Wie sie sich diesem Gatter näherten, erblickten sie einen Mann, der gegen einen Baum gelehnt in einem Buch las.

"Entschuldigen Sie bitte!", wandte sich der Mann an den Lesenden. "Aber hätten Sie vielleicht ein wenig Wasser für uns?"

"Aber sicher! Dort gibt es eine Pumpe.", erwiderte der Angesprochene und deutete auf eine Stelle, die von außerhalb des Gatters nicht einzusehen war. "Kommen Sie nur herein!"

"Und was ist mit meinem Freund hier?", fragte der Wanderer auf seinen Hund deutend.

"Es sollte eine Schüssel bei der Pumpe sein.", erhielt er zur Auskunft. Da gingen die beiden durch das Tor und tatsächlich lag da eine Schüssel bei der altertümlichen Handpumpe.

Der Mann füllte die Schüssel mit Wasser und nahm einen tiefen Schluck. Dann reichte er seinem Hund die Schüssel hin. Als sie ihren Durst gestillt hatten, kehrten sie zu dem Mann am Baum zurück, der dort auf die Rückkehr der beiden gewartet hatte.

"Was ist dies hier für ein Ort?", fragte der Wanderer.

"Dies hier ist der Himmel!", wurde ihm geantwortet.

"Das ist jetzt aber verwirrend.", wunderte sich der Mann. "Ein anderer Mann, die Straße weiter hinunter, sagte ebenfalls, daß dort der Himmel sei."

"Oh, Sie meinen den Ort mit dem goldenen Weg? Nein, nein - das ist die Hölle!"

"Macht es Sie denn nicht wütend, daß dort der gleiche Name verwendet wird?"

"Nein! Ich kann verstehen, warum Sie das im ersten Moment denken mögen. Aber wir sind sehr glücklich darüber, daß dort all jene Leute aussortiert werden, die ihre besten Freunde einfach zurücklassen würden.

*** Englischer Originaltext ON THE WAY TO HEAVEN, Verfasser unbekannt, deutsche Übersetzung von Gabriele Bischof (2005) ***

 

 

Mein Papa hat sich für den zweiten Weg entschieden, gemeinsam mit Bobby.